Klinischer Nutzen von Big Data Anwendungen für die Versorgung von Patientinnen und Patienten

Art
Förderprogramm
Einreichungsfrist
Förderung durch
BMG
Reichweite
Deutschland

Große Hoffnungen auf eine Verbesserung der Versorgung von Patientinnen und Patienten ruhen auf der Nutzung und dem intelligenten Umgang mit großen Datenmengen, die jedoch gleichzeitig unstrukturiert in verschiedenen Quellen und Orten vorliegen. Diese unter dem Begriff Big Data subsumierten Auswertungsansätze werden durch neue technologische Entwicklungen und das immer stärkere Datenwachstum auch und insbesondere im medizinischen Bereich getrieben. Gleichzeitig stellt sich zunehmend die Frage, wie die Vielzahl an (medizinischen) Informationen sinnvoll in der Versorgungspraxis genutzt werden und in die Versorgung von Patientinnen und Patienten einfließen kann. Daher plant das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) die Förderung von Projekten, die den potenziellen Nutzen von Big Data-Technologien sowie die Ergebnisaufbereitung in Systemen zur (maschinellen) Entscheidungsunterstützung für die klinische Versorgung anhand einzelner komplexer sowie für Kliniker relevanter Versorgungsprozesse auf einer konzeptionellen Ebene herausarbeiten.

Die Projekte sollen den vollständigen Behandlungsprozess berücksichtigen. Dies gilt insbesondere für die Zusammenstellung und Aufbereitung der relevanten Informationen für behandelnde Ärztinnen und Ärzte und ggf. weitere am Behandlungsprozess beteiligte Berufsgruppen mittels (maschineller) Systeme zur Entscheidungsunterstützung. Hierbei sollen neben bereits gängigen Lösungen wie Expertensystemen auch aktuelle und zu antizipierende Entwicklungen im Bereich der „Künstlichen Intelligenz“ einbezogen werden. Die zukünftig zu erwartenden Strukturen (z. B. die Telematikinfrastruktur) sowie absehbare technische Weiterentwicklungen sind in der Analyse zu berücksichtigen.

Im Rahmen des geförderten Projekts bzw. der geförderten Projekte sollten die folgenden Fragenkomplexe unter Berücksichtigung der aktuellen Studienlage in Bezug auf den oder die gewählte(n) Versorgungsprozess(e) bzw. den Versorgungsbereich adressiert werden:

  1. Klinischer Nutzen und Nutzungspotenziale
  2. Datenverwendung
  3. Grenzen und Barrieren
  4. Weiterentwicklung
  5. Ökonomische Aspekte

Antragsberechtigt sind Träger und Einrichtungen des Gesundheitswesens, einschlägig qualifizierte regionale Netzwerke, gemeinnützige Körperschaften (z. B. eingetragene Vereine, Stiftungen und gemeinnützige GmbHs), staatliche und nichtstaatliche Hochschulen sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Antragsberechtigt sind auch Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Zum Zeitpunkt der Auszahlung einer gewährten Zuwendung wird das Vorhandensein einer Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland verlangt.

Das Verfahren ist zweistufig angelegt.

In der ersten Verfahrensstufe ist dem Projektträger VDI/VDE Innovation und Technik GmbH bis spätestens zum 10.09.2018 eine Vorhabenbeschreibungen in elektronischer Form unter in deutscher Sprache vorzulegen.

Seiten-Adresse: https://www.telemedbw.de/de/foerderung/klinischer-nutzen-von-big-data-anwendungen-fuer-die-versorgung-von-patientinnen-und-patienten/