SMARTY

Glossar

  • Als Transplantation bezeichnet man die Verpflanzung eines Transplantates (Zellen, Gewebe Organe). Es gibt verschiedene Transplantationsarten, die sich nach Herkunft, Funktion und Ort einteilen lassen. So wird bei einer xenogenen Transplantation ein Organ einer anderen Art transplantiert, während dagegen bei einer allogenen der Spender von einer Art stammt. Daneben gibt es noch die autologe Transplantation, bei der Spender und Empfänger dasselbe Individuum sind. Ist der Spender der eineiige Zwilling so spricht man von einer syngenen Transplantation. Eine alloplastische Transplantation wird das Transplantieren von künstlichem Material genannt. Bei Transplantationen werden Immunsuppressiva verabreicht, um die natürliche Abwehrreaktion des Körpers gegenüber Fremdstoffen zu unterbinden und damit das Transplantat im Körper zu erhalten. Die Zulässigkeit der Organspenden wird durch das Transplantationsgesetz (TPG) seit 1997 in Deutschland geregelt. Tritt Hirntod ein, muss ein Familienangehöriger der Entnahme zustimmen oder ein entsprechender Organspendeausweis des Spenders vorliegen. Am Häufigsten werden heutzutage Niere, Augenhornhaut, Herz und Leber transplantiert.

Projektbeschreibung:

Im Rahmen des Projektes „SMARTY - Forschungsprojekt über die Einführung einer Social Medical Application Platform für eine sichere Kommunikation zwischen Ärzten, Patienten und Angehörigen am Beispiel der Betreuung von Kindern mit Mukoviszidose, Tracheotomie oder außerklinischer Beatmung” sollen Ärzten, Patienten und Angehörigen eine sogenannte Social Medical Application Platform (SMAP) zur zeitnahen und aus Sicht des Datenschutzes sicheren Kommunikation zur Verfügung gestellt werden. Die SMAP ist eine gesicherte Online-Plattform, auf der sich die zugelassenen Teilnehmer direkt kontaktieren, um vor allem auch datenschutzrelevante Behandlungsdaten und Informationen auszutauschen. Damit wird ein unbefugter Zugriff durch Dritte verhindert. Auf dieser Plattform können sich die Teilnehmer über diverse Themen oder Untersuchungsergebnisse zeitversetzt austauschen. Das bedeutet, dass nicht alle Teilnehmer gleichzeitig online sein müssen, sondern die Nachrichten in den Raum gestellt werden und die Teilnehmer des Raumes diese beim nächsten Besuch des Raumes abrufen können.

Medizinische Fachrichtung:

Kinder- und Jugendmedizin

Ziel des Projektes:

Das Ziel dieses Forschungsprojekts ist, die Beteiligten an der Behandlung chronisch Kranker besser zu vernetzen, eine sichere, qualitativ hochwertige sowie effektive Kommunikationsform einzurichten und im Sinne einer Pilotierung und Machbarkeitsstudie zu evaluieren sowie hierbei erste Erkenntnisse zur Wirksamkeit zu gewinnen.

Zielgruppe:

Kinder mit Mukoviszidose, Tracheostoma / außerklinischer Beatmung, chronischen Leber- und Darmerkrankungen sowie Organtransplantationen, die an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin Tübingen behandelt werden, sowie deren Eltern und alle Personen, die an der Behandlung beteiligt sind.

Projektleitung:

Zentralbereich Medizin: Struktur-, Prozess-und Qualitätsmanagement am Universitätsklinikum Tübingen (Dr. Dr. Martin Holderried) und Klinik für Kinder-und Jugendmedizin – Department für Kinderheilkunde Tübingen (PD Dr. Joachim Riethmüller).

Projektzeitraum: 

Q 4/14 bis Q 3/15: Vorbereitung Evaluation und Pilotierung

Q 3/15: Studienweite Implementierung der Plattform

Q 1/17: Evaluation

Q 1/18: Abschluss des Projekts

Finanzierung:

Zukunftsoffensive III, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg sowie Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg

Gesamtkosten: 754.324 Euro

Seiten-Adresse: https://www.telemedbw.de/de/projekte/smarty/