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Video­sprech­stunde hat im Südwesten den Durch­bruch geschafft

Die Zahl der von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten durchgeführten Videosprechstunden ist in Baden-Württemberg während der Corona-Pandemie geradezu explodiert. Nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) wurden im ersten Halbjahr 2020 bei ihren Versicherten im Südwesten insgesamt rund 26.700 Videosprechstunden abgerechnet - entweder ohne vorherigen direkten Arzt-Patienten-Kontakt oder zusätzlich zu einem Praxisbesuch. Im ganzen Jahr 2019 waren es nur 28.

"In diesem Thema steckt eine immense Dynamik", sagte Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung Baden-Württemberg, nach der Auswertung neu vorliegender Abrechnungsdaten. Denn auch vom ersten auf das zweite Quartal 2020 ist ein Anstieg um fast das sechsfache von rund 3.950 auf 22.750 durchgeführte Videosprechstunden zu verzeichnen. "Die Videosprechstunde wird zunehmend zu einem anerkannten Behandlungsweg. Gerade in der derzeitigen Situation sind die Vorteile offensichtlich: Keine Kontakte auf dem Weg zum Arzt oder im Wartezimmer", betonte Vogt."In diesem Thema steckt eine immense Dynamik", sagte Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung Baden-Württemberg, nach der Auswertung neu vorliegender Abrechnungsdaten. Denn auch vom ersten auf das zweite Quartal 2020 ist ein Anstieg um fast das sechsfache von rund 3.950 auf 22.750 durchgeführte Videosprechstunden zu verzeichnen. "Die Videosprechstunde wird zunehmend zu einem anerkannten Behandlungsweg. Gerade in der derzeitigen Situation sind die Vorteile offensichtlich: Keine Kontakte auf dem Weg zum Arzt oder im Wartezimmer", betonte Vogt.

Startsignal für E-Rezept

Aus Sicht der TK-Landesvertretung sollte der Durchbruch bei der Videosprechstunde nun auch das Startsignal sein, in diesem Jahr das elektronische Rezept im Gesundheitswesen zu etablieren. "Das E-Rezept ist ein weiterer wichtiger Schritt, um die Behandlungskette zu digitalisieren und unnötige Kontakte zu vermeiden", so Vogt.

Mit dem Projekt "eRezept Deutschland" bieten die TK und weitere Kassen ihren Versicherten bereits jetzt die Möglichkeit, das elektronische Rezept zu nutzen. Die Krankenkassen kooperieren dabei mit zwei Anbietern von Praxissoftware-Lösungen sowie mehreren Apothekendienstleistern. Vogt hofft, dass auf dieser Basis möglichst viele Arztpraxen und Apotheken in Baden-Württemberg das E-Rezept zeitnah anbieten werden: "Das elektronische Rezept vereinfacht das Verfahren und erhöht die Patientensicherheit. Es sollte möglichst rasch in der breiten Versorgung ankommen.“

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